Erhalt & Pflege

Damit Schäden gar nicht erst entstehen: Eine wichtige Aufgabe der Abteilung für Bau- & Kunstpflege ist die Bauunterhaltung. Mit kontinuierlicher Pflege der Bausubstanz überdauern Denkmale Jahrhunderte.

Das Wetter greift Dächer und Außenmauern über die Jahrhunderte an und hinterlässt seine Spuren. Deshalb sind Architektinnen und Architekten sowie Bauleiter der Klosterkammer regelmäßig in den betreuten Gebäuden, um den Zustand der Bausubstanz zu überprüfen und erforderliche Maßnahmen festzulegen. Sie sorgen dafür, dass Schäden nach Möglichkeit erst gar nicht entstehen. Geht es um historische Bauten, die wie einige der Klöster und Kirchen mittelalterliche Bestandteile enthalten, sind spezielle Fachkenntnisse über die Konstruktion und die Materialien gefragt.

Zu den größten Denkmalen der Klosterkammer gehört der Verdener Dom. Vorgängerbauten gehen zurück bis in das 9. Jahrhundert. Das Gebäude in seiner heutigen Form als dreischiffige Hallenkirche ist im Jahr 1290 begründet und Ende des 15. Jahrhunderts fertiggestellt worden. „Bei so großen Objekten wie dem Verdener Dom planen wir die Bauunterhaltung über mehrere Jahre, wobei die Verkehrssicherung und der Erhalt der Bausubstanz im Mittelpunkt stehen“, sagt Christina Lippert, als Bau-Dezernentin verantwortlich für das Dezernat Nord.

Die Sandsteinfassade des Doms ist in einigen Bereichen stark verwittert. Die Beobachtung und das Erfassen der Schäden sind ebenso wie die stückweise Bearbeitung der Fehlstellen ein andauernder Prozess. Um Fassaden, Fenster und Dachfläche genau in Augenschein nehmen zu können, bewegt ein Kran eine Gondel mit den Verantwortlichen langsam an dem Gebäude entlang und darüber hinweg. Diese Befahrung wird regelmäßig wiederholt, so dass eine systematische Überwachung des Zustandes aller Gebäudeteile möglich ist.