Antragstellung

Muss der Antrag zwingend vor Projektbeginn eingereicht werden?
Der Antrag muss unbedingt vor Beginn eines Vorhabens gestellt werden. Bereits begonnene Projekte können nicht gefördert werden. Stellt sich beispielsweise nach Abschluss eines Projektes bei der Prüfung der Rechnungsbelege heraus, dass bereits vor der Bewilligung begonnen wurde, muss die Förderung zurückgezahlt werden. Als vorzeitiger Maßnahmebeginn gilt bereits der Abschluss eines dem Projekt zuzurechnenden Lieferungs- und/oder Leistungsvertrages.

Wann kann ich meinen Antrag im Programm ehrenWERT. einreichen?
Zweimal im Jahr berät der Fachausschuss über die Bewilligungen. Die Stichtage für ehrenWERT. sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober jeden Jahres. Für Projekte mit einer Antragssumme bis zu 1.500 Euro kann auch zwischen den Stichtagen ein Antrag gestellt werden, Entscheidungen werden innerhalb von sechs bis acht Wochen gefällt.

Gibt es auch Ausnahmen, zum Beispiel bei kurzfristigen Projekten?
Auch hier gilt: Bereits begonnene Projekte können nicht gefördert werden. Sie können jedoch – in begründeten Ausnahmefällen – mit dem Einreichen Ihres Antrags die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns beantragen. Erst nach dieser Genehmigung kann mit dem Projekt begonnen werden.

Bedeutet die Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn, dass das Projekt voraussichtlich bewilligt wird?
Nein, aus der Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn ergibt sich kein Rechtsanspruch auf eine Förderung. Das Risiko, die bereits entstandenen Kosten bei einer Ablehnung finanzieren zu müssen, liegt in diesem Fall beim Antragsteller.

Kann ich vorab eine Einschätzung über die Aussicht auf Bewilligung eines beantragten Projektes bekommen?
Nein. Die Zusage einer Förderung erhalten Sie von der Klosterkammer Hannover erst mit dem Bewilligungsschreiben. Aus der Beratung im Rahmen von Vorgesprächen zur Antragstellung lassen sich keine Rückschlüsse auf die spätere Entscheidung ziehen.

Wie sollte mein Antrag aussehen?
Ihr formloser Antrag muss folgende Inhalte haben: ein Anschreiben, aus dem der Antragsteller und seine Rechtsform hervorgehen sowie eine Projektbeschreibung mit Projektziel, Zielgruppe, Projektinhalt, Projektdauer, Projektort und Zeitplan; sowie eine Kurzbeschreibung auf einer Seite. Außerdem benötigen wir einen verbindlichen Ausgabenplan, der die Gesamtausgaben des Projektes aufschlüsselt, sowie ein Finanzierungsplan, aus dem die vollständige Finanzierung der Gesamtsumme ersichtlich ist. Den Ausgaben- und Finanzierungsplan schicken Sie bitte zusätzlich als Excel- oder Worddokument per Mail an ehrenwert(at)klosterkammer.de.

Wie stelle ich einen korrekten Ausgaben- und Finanzierungsplan auf?
Am besten in Form einer Tabelle mit zwei Spalten. Die linke Spalte enthält alle für das Projekt entstehenden Ausgaben nach Sachgruppen geordnet. In der rechten Spalte werden alle Mittel ausgewiesen, die zur Finanzierung des Projektes dienen. Dabei sind die Eigenmittel, die bei anderen Geldgebern beantragten oder bereits bewilligten Zuschüsse sowie der bei der Klosterkammer Hannover beantragte Zuschuss in genauer Höhe anzugeben. Die Summe beider Spalten (Ausgaben und Finanzierung) muss identisch sein. Hier finden Sie einen beispielhaften Ausgaben- und Finanzierungsplan als PDF-Datei, den Sie gerne zur Antragstellung nutzen können. 

Was genau bedeutet „in Aussicht gestellt“?
Eine Förderung gilt dann als "in Aussicht gestellt", wenn sich die Gremien des Fördergebers für eine Förderung entschieden haben, die Gesamtfinanzierung des Projektes aber noch nicht gesichert ist (zum Beispiel weil sich die anderen Geldgeber noch nicht zu einer Förderung entschieden haben) oder eine andere Auflage noch nicht erfüllt ist. Erst wenn die gesicherte Gesamtfinanzierung bzw. die Umsetzung der erteilten Auflage vom Förderempfänger nachgewiesen werden kann, wird die Förderung bewilligt.

Ist eine Reihenförderung über mehrere Jahre hinweg möglich – etwa wenn das Projekt langfristig angelegt ist?
In ehrenWERT. werden grundsätzlich keine institutionelle und keine Reihenförderung bewilligt. Eine mehrjährige Förderung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.

Ist eine Eigenbeteiligung beziehungsweise Kofinanzierung bei der Finanzierung nötig?
Grundsätzlich kann die Förderung im Programm ehrenWERT. nur als Anteilsfinanzierung von höchstens 75 Prozent der Gesamtausgaben gewährt werden. Die Klosterkammer Hannover kann einer Förderung nur dann zustimmen, wenn die Gesamtfinanzierung des Projektes gesichert ist. Eine Eigenbeteiligung des Antragstellers ist nicht zwingend notwendig.

Kann ein Projektträger in einem Antrag für mehrere seiner Mitarbeiter eine Qualifizierungsmaßnahme beantragen?
Die Klosterkammer möchte die Arbeit von Ehrenamtlichen nachhaltig stärken. Daher ist eine Förderung für die gemeinsame Qualifizierung mehrerer Mitarbeiter wünschenswert.

Kann ein Projektträger für seine ehrenamtlich Mitarbeitenden mehrere Anträge stellen?
Eine derartige Förderung ist nicht prinzipiell ausgeschlossen. Dennoch würden bei der Entscheidung bei gleicher Qualität zunächst andere Projektträger Berücksichtigung finden.

Wie hoch ist der maximale Förderanteil?
Der maximale Förderanteil liegt im Programm ehrenWERT. bei 75 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben.

Gibt es eine Obergrenze für die Förderung durch die Klosterkammer?
Ja, die Antragssumme muss unter 50.000 Euro liegen. Generell ist zu beachten, dass die Ausgaben für das Projekt und die Qualifizierungsmaßnahme in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Bis zu welcher Höhe werden Honorare für Referenten bezuschusst?
Die Freiwilligenakademie Niedersachsen setzt 400 Euro als Tageshonorar zuzüglich der anfallenden Fahrtkosten an. Die Klosterkammer orientiert sich in ihrem Förderprogramm ehrenWERT. an diesem Tagessatz.

Fördert die Klosterkammer auch laufende Kosten wie Mieten oder Personalkosten?
Die Klosterkammer gewährt grundsätzlich Projektförderungen, keine institutionelle Förderung. Laufende Kosten beziehungsweise allgemeine Betriebskosten werden also nur gefördert, wenn sie projektbezogen sind, die Räume also für das jeweilige Projekt angemietet werden oder Personal für das Projekt beschäftigt wird. Vorhandenes Personal oder vorhandene Räume können deshalb nicht anteilig – als Eigenleistung – im Ausgaben- und Finanzierungsplan geltend gemacht werden.