Restaurierung & Kunstgeschichte

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit: Die Klosterkammer betreut rund 12.000 Kunstgegenstände verschiedener Materialgruppen aus dem 11. bis 20. Jahrhundert. Sie sind Teile historischer Bauten, ausgestellt, eingelagert oder werden noch immer verwendet.

Den Überblick über den in seinem historischen Kontext einmaligen Bestand an Kunstwerken, ihren Zustand und ihre Lagerung behalten der Kunsthistoriker Dr. des. Jörg Richter und die Restauratorinnen und Restauratoren der Klosterkammer. Sie entscheiden, welche Stücke restauriert und konserviert oder anders gelagert und ausgestellt werden sollen. Erhalten sind insbesondere historische Zeugnisse klösterlichen Lebens: Von Leinwandgemälden, Tafelbildern, Skulpturen, gefassten Holzobjekten und Möbeln, Wand- und Glasmalereien, kunstgewerblichen Gegenständen verschiedener Materialien bis zu wertvollen Textilien.

„Meine Aufgaben sind, gemeinsam mit den Restauratoren, bauhistorische Untersuchungen anzufertigen, die Aktualisierung der Inventarbeschreibung sowie Ausstellungsvorbereitungen und Veröffentlichungen zu dem kunstgeschichtlich bedeutsamen Bestand der Klosterkammer“, sagt Dr. des. Jörg Richter. Wie die Restauratorinnen und Restauratoren arbeitet er je nach Bedarf den Bauprojekten zu oder begleitet sie. Wenn die Sanierung einer Kirche geplant wird, können die Experten eine kunstgeschichtliche Einordnung vornehmen und zu Farb- und Materialeinsatz beraten.

Corinna Lohse, Leiterin der Restaurierungswerkstätten, erklärt: „Die vielfältigen Aufgaben reichen von der Planung neuer Depoteinrichtungen, der Erstellung von Konservierungs- und Restaurierungskonzepten bis hin zum Klimamonitoring zur Vermeidung schwankungsbedingter Schäden. Einen Teil der Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten können wir in den eigenen Werkstätten in Hannover und im Kloster Lüne oder vor Ort selber ausführen.“ Nach Bedarf unterstützen freischaffende Restauratoren die Projekte. Ein wichtiger Teil der Arbeit liegt darin, Schäden vorzubeugen und die Substanz zu sichern.