Projekte Bau- & Kunstpflege

Hier finden Sie eine Auswahl von Dokumentationen zu abgeschlossenen Projekten der Abteilung für Bau- und Kunstpflege. Weitere Projekte aus den vergangenen Jahren, finden Sie in unserem Archiv.

Sanierung des Innenraums der Klosterkirche Ebstorf

Bauzeitraum: 2014/2015
Kosten: insgesamt rund 895.000 Euro, Anteil Klosterkammer 705.000 Euro
Umfang: Sanierung des Innenraums inklusive Heizungsanlage und Elektrik
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernentin Christina Lippert, Bauleiter Reinhard Benhöfer, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Die Kirche des Klosters Ebstorf im gotischen Stil des 14. Jahrhunderts bedurfte einer grundlegenden Sanierung: Ein neues Konzept zur Anordnung der Bänke schaffte 600 Sitzplätze mit mehr Bewegungsfreiheit als zuvor. Fußböden, die Heizungsanlage und Elektrik wurden komplett erneuert sowie Ruß und Verschmutzungen entfernt. Ein maßgefertiges Raumgerüst war für die Arbeiten an Wänden, Decken und Fenstern notwendig.


Restaurierung von Kunstgegenständen aus der Klosterkirche Ebstorf

Zeitraum: 2014/2015
Kosten: rund 120.000 Euro
Umfang: Sicherung von Fundstücken, Konservierung der Bleiverglasung, Restaurierung einzelner Kunstwerke
Zuständige der Klosterkammer: Leiter Hans-Joachim Frey, Restauratorin Corinna Lohse, Restaurierungswerkstatt

Während der Sanierung der Klosterkirche Ebstorf traten einige Kunstwerke unerwartet zutage: Ein Andachtsbild auf Pergament, eine Holzfigur und eine steinerne Grabplatte. Diese und weitere Werke sind von Schmutz befreit, untersucht und eingelagert worden. Wegen des umfangreichen Gerüstes im Innenraum konnte die Bleiverglasung der Fenster konserviert werden. Restauriert wurden insbesondere die Kanzel, das Taufbecken, ein Kronleuchter sowie der Altar.


Restaurierung wertvoller Textilien aus dem Kloster Ebstorf

Zeitraum: 2015
Kosten: Eigenleistung Textilrestauratorinnen
Umfang: Restaurierung der Mauritiusfahne und eines Fragments eines Astkreuzes
Zuständige der Klosterkammer: Textilrestauratorinnen Wiebke Haase und Tanja Weißgraf, Textilrestaurierungswerkstatt im Kloster Lüne

Mauritiusfahne: Die Fahne kam in einem völlig fragmentierten und durch verschiedene Restaurierungen geschädigten Zustand in die Textilwerkstatt. Da herkömmliche Sicherungsmethoden hier nicht mehr angewendet werden konnten, setzten die beiden Textilrestauratorinnen der Klosterkammer experimentell die Methode des partiellen Färbens unter Einsatz von Seidentüll und synthetischen Farbpasten ein. Im Vorfeld mussten zahllose Fragmente sortiert, ausgerichtet und die Malschicht geglättet werden.

Fragment eines Astkreuzes: Im Rahmen der großen Bauarbeiten in der Ebstorfer Klosterkirche wurden viele Säcke Schutt aus den Hohlräumen des Chorgestühls geborgen. Diese wurde gesiebt und enthielten eine Vielzahl von Fundstücken. Dazu gehören Textilfunde, die vorwiegend mittelalterlich sind, etwa wertvolle Stickereien und textiles Zubehör. Ein Beispiel ist das Fragment eines Astkreuzes und der dazugehörige Kopf, die beide aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammen. Das Fragment gehörte zum bereits inventarisierten Bestand des Klosters, der Kopf fand sich im Schutt und konnte nun zugeordnet werden.


Instandsetzung des Dienstgebäudes der Klosterkammer

Zeitraum: 2014/2015
Kosten: rund 1,1 Millionen Euro
Umfang: Instandsetzung von Dach- und Fassadenflächen
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleiter Oliver Gruba, Abteilung Bau- und Kunstpflege

Innerhalb von zwei Jahren hat die Bauabteilung das Dienstgebäude der Klosterkammer in Hannover instand setzen und energetisch optimieren lassen. Dies umfasste die Erneuerung von Teilen der Dachfläche und Dämmung. Die vorhandenen Kastenfenster wurden beibehalten und durch zusätzliche Dichtungen aufgewertet. An den Fassadenflächen wurden die Stuck- und Zierelemente repariert und Gesimse durch Zinkbleche geschützt. Im Zuge der Arbeiten wurde ein alter Befall mit Hausschwamm entdeckt und entfernt.


Neueindeckung des Daches der Klosterscheune in Wiebrechtshausen

Zeitraum: 2015
Kosten: rund 200.000 Euro
Umfang: Sanierung des Daches und Instandsetzung der Fassade
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling, Bauleiter Arno Braukmüller, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Aus dem baulichen Bestand des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters in Wiebrechtshausen stammen Teile der sogenannten Zehntscheune. Das Gebäude schließt südlich an die spätromanische Klosterkirche St. Marien an und beherbergt unter seinem Dach die Ruinen der um 1237 bis 1247 datierten mittelalterlichen Klosteranlage, hier das sogenannte Nonnenhaus. Sowohl das Wirtschaftsgebäude als auch die Ruinen sind als hochrangige Baudenkmale deklariert. Das Dach der 45 Meter langen Scheune war beschädigt und bedurfte einer Erneuerung. Zusätzlich musste auch das Mauerwerk insbesondere im Bereich der Ostfassade instand gesetzt werden.


Man sieht einen Raum in einer alten Kirche, der komplett mit Holz ausgestaltet ist. Die Decke ist kunstvoll bemahlt.

Der Nonnenchor im Kloster Wienhausen nach Abschluss der umfangreichen Restaurierung.
Foto: Loeper/Celle

Abschluss der Restaurierung des Nonnenchors im Kloster Wienhausen

Zeitraum: 2015
Kosten: rund 22.000 Euro
Umfang: Restaurierung des Chorgestühls
Zuständige der Klosterkammer: Leiter Hans-Joachim Frey, Restaurator Max von Boeselager, Restaurierungswerkstatt

Umfangreiche Arbeiten sind hier in den vergangenen Jahren bereits durchgeführt worden. Als Abschluss wurde nun in drei Arbeitsschritten das 89 Sitze umfassende Chorgestühl, das aus Eichenholz gefertigt ist und zu den ältesten Ausstattungsstücken des Klosters zählt, restauriert. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass einige der Bauteile in die Zeit vor der Klostergründung im 14. Jahrhundert zurückreichen. Das Restaurierungsziel war die Wiederherstellung der Benutzbarkeit unten konservatorischen Kriterien. Vorwiegend galt es, statische Mängel zu beheben. Die Schlussphase der Restaurierung war gleichzeitig auch deren Höhepunkt. Der Äbtissinnenstuhl konnte nach einer nahezu 90-jährigen Odyssee am originalen Platz an der Westwand wieder aufgestellt werden.


Der hell gestaltete Innenraum einer Kirche mit teilweise goldener Verzierung.

In neuem Glanz: Der Innenraum der Klosterkirche Wöltingerode nach der Restaurierung.
Foto: Klosterkammer/Corinna Lohse

Fertigstellung der Ausstattung in der Klosterkirche Wöltingerode

Zeitraum: 2015
Kosten: rund 84.000 Euro
Umfang: Restaurierung des Altars
Zuständige der Klosterkammer: Leiter Hans-Joachim Frey, Restaurator Max von Boeselager, Restaurierungswerkstatt

Nachdem bereits eine neue Beleuchtung nach modernen Gesichtspunkten installiert, Teile der Wandflächen und die Kanzel gereinigt, sowie die Holztrennwand zum Nonnenchor farblich angepasst worden sind, fanden 2015 die Arbeiten in der Kirche mit der Restaurierung des Altars ihren Abschluss. Für jedes einzelne Teil des Altars wurde nach konservatorischen Gesichtspunkten zwischen Reinigung und Freilegung entschieden. Abschließend wurde das Holzpaneel an der Nord- und Südwand des Chors an die anderen Holzteile der Kirche farblich angepasst. Der einheitliche Gesamteindruck des Raumes ist dadurch wiederhergestellt.