13.02.2025

„Hafen“ in Bad Münder eröffnet

Klosterkammer fördert Ausstattung eines Ruheraums an Kooperativer Gesamtschule

Fünf Personen stehen in einem Raum vor einem Sofa.

„Hafen“-Team Martin Mensing, sozialpädagogischer Assistent; Ben Crowe, Erzieher; Uta Whisenhunt, sozialpädagogische Assistentin und Elisabeth Noack, Förderschullehrerin und Projektleiterin mit Landrat Dirk Adomat (von links). Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Rückzugsort für Schülerinnen und Schüler, die Begleitung und Unterstützung benötigen: Im „Hafen“ stehen zwischen 7.45 Uhr und 14 Uhr qualifizierte Mitarbeitende für Beratung und Gespräche bereit.

Am 31. Januar 2025 hat die Schule mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik und Förderern die offizielle Einweihung gefeiert. Seit September 2024 wird der „Hafen“ bereits genutzt, fast 1.000 Schüler und Schülerinnen der Kooperativen Gesamtschule Bad Münder haben seitdem das Angebot während der Unterrichtszeit wahrgenommen.

Die Schule hat den Raum für Auszeiten von Schülerinnen und Schülern eingerichtet, weil immer mehr von ihnen intensivere Unterstützung benötigen, als sie im regulären Unterricht erhalten können. In Anlehnung an den ursprünglichen Hafenbegriff hat er die Funktionen, dass sie zur Ruhe kommen, Sorgen loswerden und neue Energie auftanken können, um gestärkt in den Unterricht zurückzukehren. Die jungen Menschen können den Raum an Schultagen zwischen 7.45 und 14 Uhr aufsuchen oder bei massiv störendem Verhalten von Lehrkräften dorthin geschickt werden. Im „Hafen“ steht ein Team aus pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereit. Das Konzept beruht auf Eigeninitiative von Lehrkräften und Ideen der Arbeitsgruppe zur Schulentwicklung. Eingeflossen sind Erfahrungen aus der Kooperativen Gesamtschule Pattensen.

Raum mit Stortmatten auf dem Boden und an der Wand.

Im „Hafen“ ist auch Raum für Abbau von Aggression. Foto: Martin Mensing

Die Klosterkammer hat die Möbel, pädagogische Materialien, zusätzliche Beleuchtung sowie eine Küchenzeile mit insgesamt 5.875 Euro gefördert. „Im sozialen Stiftungszweck geht es uns vornehmlich um die Förderung von gleichberechtigter Teilhabe aller an der Gesellschaft. Chancengerechte Bildung kann nur realisiert werden, wenn Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen und ganz individuellen Lebenssituation gesehen und mitgenommen werden. Die KGS Bad Münder hat mit ihrem ‚Hafen‘ einen Ort geschaffen, wo Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, erfolgreich an Bildungsprozessen teilzuhaben. Wir freuen uns, dieses Vorhaben zu unterstützen“, so Kammerdirektor Dr. Matthias Nagel zur Einweihung.

Malihe Papastefanou, Leiterin der KGS, betonte: „Unwohlsein, Konzentrationsprobleme und persönlichen Krisen sind nur einige der Gründe, warum die Kinder und Jugendlichen in den Raum kommen. Durch die betreuten Auszeiten wurde der Unterricht bereits ruhiger und Wutprobleme mit ihren Auswirkungen im Schulalltag konnten reduziert werden. Dieser positiv gestaltete Rückzugsort, mit Spielen, Büchern, Arbeitsbereichen, einem Sportbereich, sowie einer Teeküche schafft dadurch für das Schulleben eine immense Bereicherung.“ Dirk Adomat, Landrat Hameln-Pyrmont, und der Erste Kreisrat Dr. Georg Robra waren voll des Lobes für den „Hafen“ und hatten zur Einweihung Spiele im Gepäck. (lah)

Raum mit Sofas, regalen und Kissen.

Lädt zu Entspannung und Reflexion ein: Der „Hafen“ ist ein Ort des Auftankens für Schülerinnen und Schüler. Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont