Projekte Erhalt & Pflege

Turmsanierung der Klosterkirche Fredelsloh bei Northeim

Bauzeitraum: 2012 - 2014
Kosten: rund 740.000 Euro
Umfang: Sandsteinfassade der zwei Kirchtürme
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling und Bauleiter Arno Braukmüller, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Die Klosterkirche Fredelsloh präsentiert sich seit 2014 wieder in ihrer schlichten Schönheit, die der Romanik eigen ist: Die Bauarbeiten an den beiden Kirchtürmen konnten nach zwei Jahren Bauzeit abgeschlossen werden. Die Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den bedeutenden niedersächsischen Baudenkmälern. Die Türme aus Sandsteinquadern waren stark sanierungsbedürftig. Neben ausgewaschenen Fugen und absandenden weichen Steinoberflächen waren es vor allem die Hohlräume hinter einer scheinbar intakten Fassade, die die Experten aufwendig instand setzen mussten.


Eine Straße verläuft vor einer steinernen Kirche.

Nach der Sanierung: die barocken Sandstein-Fassade der Heilig-Kreuz-Kirche in Hildesheim.
Foto: Klosterkammer 

Fassadeninstandsetzung an der Heilig-Kreuz-Kirche in Hildesheim

Bauzeitraum: 2013
Kosten: rund 230.000 Euro
Umfang: Barocke Sandsteinfassade der West- und Nordseite
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling und Bauleiter Reiner Dittmann, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Die West- und Nordseite der barocken Sandstein-Fassade der Heilig-Kreuz-Kirche in Hildesheim wurden instandgesetzt. Die Ursprünge des Gebäudes gehen auf eine Toranlage aus dem 11. Jahrhundert zurück, die später in eine Kirche umgewandelt wurde. Notwendig geworden waren die umfangreichen Sanierungsarbeiten aufgrund von Auswirkungen der Witterung. Zunächst hat die Klosterkammer-Bauabteilung in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz eine Voruntersuchung sowie eine Schadenskartierung vorgenommen. Anschließend stand die schonende Reinigung der Flächen an. An einigen Stellen war der weiche Sandstein mürbe und musste ausgetauscht werden. Nach der Reinigung, Fugen- und Steinsanierung ist Schlämmputz aufgetragen worden, der die Fassade zukünftig schützt.


Vor einem eingerüsteten Kirchturm steht ein hoher Baukran.

Die Sanierungsarbeiten am Westwerk der Fischbecker Stiftskirche waren mit einem hohen Aufwand verbunden. Foto: Klosterkammer

Fassadensanierung an der Fischbecker Stiftskirche bei Hameln

Bauzeitraum: 2013 - 2014
Kosten: insgesamt rund 300.000 Euro, Anteil der Klosterkammer 180.000 Euro
Umfang: Sanierung des Westwerks
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Dr. Tim Wameling und Bauleiter Reiner Dittmann, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Die 800 Jahre alte Westfassade der Stiftskirche Fischbeck wurde saniert. Bei der Restaurierung der Westwerkvorhalle im Jahr 2011 hatten die Klosterkammer-Experten festgestellt, dass die Mauern des Westwerks auffallend feucht waren. Bei genauerer Untersuchung zeigte sich, dass für das Westwerk eine Grundsanierung notwendig war. Dazu gehörten die Neueindeckung des Turmhelms, die Sanierung des Dachstuhls und des Daches sowie die Restaurierung der Fassade.


Eine Kirche, im Vordergrund ist ein Friedhof zu erkennen.

Die Außenansicht der St.-Nikolaus-Kirche nach Abschluss der Renovierung. Foto: Andreas Lechtape/Münster

Fassadeninstandsetzung an der St.-Nikolaus-Kirche in Göttingen

Bauzeitraum: 2006 - 2011
Kosten: insgesamt rund 520.000 Euro (drei Bauabschnitte: West- und Südseite des Turmes sowie Ost- und Nordfassade)
Umfang: Wiederherstellung der denkmalgerechten Fassung
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Werner Lemke, Bauleiter Arno Braukmüller, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

In neuem Glanz strahlt die gesamte Fassade der St.-Nikolaus-Kirche seit 2011. Mit der Fertigstellung der Nordfassade sind die Restaurierungsarbeiten, die 2006 begonnen hatten, abgeschlossen worden. Die ehemalige Wallfahrtskirche ist das letzte Zeugnis eines Augustinerinnenklosters und thront weithin sichtbar auf einer Anhöhe oberhalb Göttingens. Vor der Sanierung lag das unbehauene Natursteinmauerwerk frei. Untersuchungen an der Bausubstanz hatten jedoch ergeben, dass die historische Fassung hellen Putz und rötlich gestrichene Eckquader und Gesimse einschloss, was in der denkmalgerechten Neufassung wiederhergestellt wurde.


Eine Bruchsteinmauer: davor ist ein Bereich zu sehen, der mit Erde abgedeckt ist.

Die sanierte Mauer auf dem Stiftsgelände in Oberkirchen.
Foto: Klosterkammer/Reiner Dittmann

Mauersanierung am Stift Obernkirchen bei Minden

Bauzeitraum: 2010
Kosten: insgesamt rund 225.000 Euro, Anteil Klosterkammer 20.000 Euro
Umfang: Wiederherstellung der Mauer an der Süd- und Westseite
Zuständige der Klosterkammer: Baudezernent Werner Lemke, Bauleiter Reiner Dittmann, Abteilung für Bau- und Kunstpflege

Von einer mächtigen Steinmauer wird das Stiftsgelände in Obernkirchen nach Süden und Westen hin eingefasst, sie grenzt an den Stiftsgarten. Große Teile des Bauwerks waren viele Jahre lang in einem schlechten Zustand und drohten zuletzt einzustürzen. Mittel flossen aus der Europäischen Union, dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundes, der Niedersächsischen Landesdenkmalpflege, dem Landkreis Schaumburg sowie der Stadt und dem Stift Obernkirchen.